Weisheitszähne

_MG_2830Aufgrund der evolutionären Rückentwicklung des menschlichen Kiefers kommt es in vielen Fällen zu Platzmangel beim Durchbruch der letzten Zähne, den Weisheitszähnen. Ein ungestörtes Einstellen in die Zahnreihe ist nicht möglich und man spricht von einer Retention und Verlagerung des Zahns.
Retinierte und verlagerte dritte Molaren können Ursache pathologischer Veränderungen wie beispielsweise odontogene Zysten, Entzündungen, Schäden an Nachbarzähnen und Engstand der Frontzähne sein. Aus diesen Gründen wird deren Entfernung meist angeraten. Sinnvoll ist eine Entfernung der Weisheitszähne bevor diese zu Komplikationen führen. Falls alle vier Weisheitszähne entfernt werden müssen, kann der Eingriff auch in Vollnarkose erfolgen.

Zur dentoalveolären Chirurgie gehören neben der Entfernung von Weisheitszähnen auch die Freilegung oder Entfernung anderer retinierter Zähne.

Kieferzysten

Zyste_AusschnittKieferzysten sind meist gutartige Veränderungen unterschiedlicher Genese, die Hohlräume im Kieferknochen verursachen. Oft sind es Zufallsbefunde im Röntgenbild, denen keine zusätzliche Entzündung vorangegangen ist.
Zystische Veränderungen am Kiefer müssen meist chirurgisch behandelt werden. Dabei legen wir Wert auf eine gründliche Entfernung der Zyste und den Wiederaufbau des geschwächten Kieferknochens.

Wurzelspitzenresektion

_MG_2773Zähne, die aufgrund einer Entzündung abgestorben sind oder eine Wurzelbehandlung erhalten haben, können in der Folge eine Entzündung im Kieferknochen hervorrufen. Diese kann zu akuten Beschwerden wie Schmerzen führen, manchmal jedoch zeigt sich eine chronische Entzündung in Form einer Osteolyse im Röntgenbild.
Diese Entzündung kann durch eine Entfernung der Wurzelspitze sowie des entzündeten Gewebes im Knochen behandelt werden.
Zum Spektrum der zahnerhaltenden Chirurgie gehören neben der Wurzelspitzenresektion auch Operationen zum Erhalt von mehrwurzeligen Zähnen durch Hemisektion oder Prämolarisierung.

Parodontalchirurgie

Die Erkrankung Parodontitis kann bereits als Volkskrankheit bezeichnet werden. Sie ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, der das Zahnfleisch und den umgebenden Kieferknochen betrifft. Unbehandelt führt diese Erkrankung zum Zahnverlust. Es handelt sich um eine durch Bakterien begünstigte Entzündung mit Zahnfleischbluten, Rötung und Schwellung bis hin zum Rückgang des Zahnfleisches und Entstehung von freiliegenden Zahnhälsen. Aktuelle Forschungen zeigen, dass einige Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus und bestimmte Herz-Kreislauferkrankungen die Parodontitis negativ beeinflussen können.

Die Basisbehandlung der durch die Entzündung entstandenen Zahnfleischtaschen wird durch den Hauszahnarzt in einer umfassenden professionellen Therapie vorgenommen.
Darüber hinaus kann eine chirurgisch unterstützte Therapie durch uns erfolgen, bei der auch tiefe Zahnfleischtaschen unter Sicht gereinigt werden. Unter Verwendung mikrochirurgischer Techniken können in der plastischen und regenerativen Parodontalchirurgie Korrekturen am Zahnhalteapparat und am Zahnfleisch durchgeführt werden.

Bisphosphonatpatienten

In den letzten Jahren werden vermehrt Medikamente aus der Gruppe der Bisphosphonate durch Hausärzte oder Internisten verabreicht.
Sie werden erfolgreich in der Therapie der Osteoporose, in der Tumortherapie und anderen Knochenerkrankungen eingesetzt.
Als Nebenwirkung können Knochennekrosen (Absterben von Knochen) im Kiefer auftreten, die schwer zu behandeln sind. Aus diesem Grund ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Hausärzten, Internisten, Zahnärzten und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen wichtig. Vor Beginn einer Therapie mit Bisphosphonaten ist eine eingehende zahnärztliche Untersuchung und Sanierung behandlungsbedürftiger Befunde notwendig.

Ist unter einer laufenden Therapie mit Bisphosphonaten eine chirurgische Behandlung notwendig, so kann die Behandlung in unserer Praxis unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen werden.